Editorial

Musik in St. Franziskus» –
 ein kleiner, feiner
Konzertzyklus der besonderen Art

Liebe Freunde der
«Musik in St. Franziskus»

Von Gustav Mahler stammt das Zitat «In jeder Aufführung muss das Stück neu geboren werden». Ein klares Plädoyer dafür, Konzerte immer live und vor Ort zu erleben, und da sind Sie genau richtig bei uns!

Unsere Konzerte bieten wieder eine grosse gelebte und musizierte Vielfalt, welche ja auch unser Quartier rund um die rote Kirche im Morgental so bunt macht.

Da wird es mit den «Melodiven» im Saal einiges zu hören und zu lachen geben, die Melodien der Psalmen Felix Mendelssohns mit dem Franziskuschor und der «Camerata Cantabile» werden die Kirche und Gemüter zum Klingen bringen, das Flair eines griechischen Kaffeehauses wird durch das Ensemble «Kafeníon» hörbar gemacht oder das neue Jahr mit dem «Lochus Alphornquartett» und Felix Ketterer farben- und klangfroh begrüsst.

Der «Heartkhor» unter Fabian Auchters Leitung wird eine musikalische Betrachtung rund um das Thema «Heimat» unternehmen, und wenn «frischfisch» seinem Familienkonzert den Titel «weder fisch no vogu» gibt, ist das wohl nicht die Antwort auf die Frage nach dem Heimatbegriff, oder doch?

Vielleicht hilft es, bei einem eventuellen Engegefühl rund um das Thema «Heimat» doch besser ein Freigeist zu sein, die «altfrentschen Freigeister der Streichmusik» können da sicher weiterhelfen.

 

 

Wir freuen uns auch, den Zyklus mit zwei Chorbeiträgen zu beschliessen: einmal wird das Vokalensemble «Zürich West» unter Marco Amherd klangvoll zeigen, wie sich mehrere Stimmen zu einem harmonischen Ganzen fügen. Und dass Musik machen, hören, erleben und fühlen in all diesen Facetten letztlich Freude bringt, fasst der Phil Ron Chor aus verschiedenen jüdischen Gemeinden Zürichs mit dem Konzert «Schir Sameach – Ein Lied der Freude» zusammen.

Sie merken es, ganz unbeabsichtigt führt doch ein roter Faden durch unseren Zyklus: die Freude an der Musik durch alle Kulturen, Länder, Religionen und Räume. Franz von Schober hat es als Texter für Franz Schuberts Lied «An die Musik» auf den Punkt gebracht:

«Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden, hast mich in eine bessre Welt entrückt, in eine bessre Welt entrückt!»

In diesem Sinne: auf die Künstler und vor allem die durch sie entstehende bessre Welt, und wenn‘s auch nur für die Dauer eines Konzertes ist!

Felix Ketterer, musikalischer Leiter

 

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